Bio-äquivalente Stimulation und medizinische Rehabilitation mit algonix
- Leben ist Energie. Ein lebendiger und gesunder Organismus funktioniert nur, wenn ausreichend Energie in richtiger Form und Dosierung zur Verfügung steht. Der Organismus und seine Bausteine, die Zellen, stellen ein offenes System dar und können als solches Energie aufnehmen, umwandeln und abgeben.
- Im Gegensatz zu geschlossenen Systemen halten offene Systeme, wie der Organismus, ihre Entropie konstant. In den meisten Fällen besteht in einem Organismus nur ein Fließgleichgewicht (steady state). Die Entropie ist eine thermodynamische Größe, mit der Wärmeübertragungen und irreversible Vorgänge in thermodynamischen Prozessen rechnerisch erfasst und anschaulich dargestellt werden können.
- Die Nahrungsenergie wird in ATP umgewandelt. Bei der ATP-Hydrolyse wird diese Energie wieder freigesetzt und treibt sämtliche Reaktionen im Organismus an. Mit diesem Energieaufwand entsteht bei allen Reaktionen, thermodynamisch gesehen, Ordnung in den Zellen und im ganzen Körper. Kann diese Ordnung in Teilen vom Körper oder in dessen Gesamtheit nicht aufrecht erhalten werden, spricht man von Krankheit.
- Abwehrsystem und Reparaturfunktionen sind normalerweise in der Lage, sich selbst wieder auszugleichen. Geschieht dies nicht, braucht der Körper Hilfe von außen.
- Dass die bei Bewegungen entstehenden elektrischen Felder Informationen liefern, die die Aktivitäten der „generativen“ Zellen steuern, wird allgemein angenommen (Basset 1971). „Generative“ Zellen sind Osteoblasten, Myoblasten, perivaskuläre Zellen, Fibroblasten und andere „Stammzellen“, die Kollagen bilden oder resorbieren und dadurch Körpergewebe so umformen können, dass sie sich an den jeweiligen Gebrauch anpassen. Dieses Regulations- oder Steuerungskonzept geht zurück auf Wolff.
- Biophysikalische Grundlagenforschung der letzten Jahrzehnte hat in den USA zur Entwicklung der Therapie mit bio-äquivalenter (bio-elektrischer) Stimulation geführt, die seit Anfang der 80er Jahre am Patienten angewendet wird.
Trotz der vielversprechenden Therapieerfolge wurden die Geräte zur bio-äquivalenten Stimulation erst in den letzten Jahren in Europa eingeführt. Das Konzept basiert auf der Erkenntnis, dass die den Zell-Stoffwechsel des Menschen fördernden biophysikalischen Prozesse eine signifikante Rolle bei der Regulation aller Lebensvorgänge spielen.
- Bei der Bio-Stimulation handelt es sich um eine gerichtete Bewegung von Ladungsträgern oder sog. Mikro-Strom. Sie ist verträglicher als jede andere Form der Stimulierung und kann das Gewebe und die Zellen schonend therapieren. Dieser Strom ist auf das Level der normalen elektrischen Aktivitäten der Körperzellen fein abgestimmt und daher sehr natürlich und effektiv. An den Zellmembranen der gesunden Zellen können elektrische Potentiale zwischen 10 und 20mV gemessen werden. Dies wird durch den Energie verbrauchenden Ionen-Transport an der semipermeablen Zellmembran aufrechterhalten. Kommt es zu Störungen der Membraneigenschaften der Zelle hat dies auch Folgen für den Protein- und Energiestoffwechsel der Zelle. Bei chronischen Reizungen des Organismus, Entzündungen und Verletzungen kommt es zu Störungen dieser zellphysiologischen Prozesse.
- Der biologische Stimulierungseffekt durch bio-äquivalente Stimulation beginnt dort, wo das körpereigene Abwehrsystem und Reparaturfunktionen versagen.
- Die reparierenden Energien straffen die Muskulatur und spalten Fettzellen auf. Die Lymphdrainage schwemmt Wasseransammlungen aus. Das Ergebnis ist ein gesundes, strahlendes Aussehen. Durch die Normalisierung der Zellaktivität werden Entzündungszeichen reduziert, während sich Collagen produzierende Zellen vermehren. Ein gesunder Zellstoffwechsel schafft gesunde, schmerzfreie Bedingungen.
- Durch extern angewendete bio-äquivalente Stimulation verkürzt sich die Heilungsdauer von beschädigtem Gewebe.Der beste Weg, die Linderung zu beschleunigen, ist die Reparatur oder Erneuerung solch beschädigter Zellen zu beschleunigen. Dies geschieht durch Steigerung der ATP-Produktion (Energie-Währung zwischen den Zellen), Proteinsynthesesteigerung und DNA-Neubildungen. Es ist bekannt, dass die Kalziumkonzentration innerhalb der Zellen eine große Rolle spielt. Kalziumionen öffnen Membrankanäle in der Zellwand. Kalziumionen beginnen dann, über die intrazelluläre Flüssigkeit in die Zelle einzudringen, um dort ihre Konzentration zu erhöhen.
- Das Gewebekrankheitsbild beginnt mit beschädigten Zellen, die bestimmte biochemische Substanzen, wie z.B. Arachidonsäure, von Wunden in ihre direkte Umgebung absondern. Diese Substanzen sind verantwortlich für komplizierte Entzündungen und damit verbundene Pathologien. Bio-äquivalente Stimulation normalisiert die üblicherweise stattfindende Aktivität zwischen den Zellen, wenn diese beschädigt wurden. Die äußerliche Anwendung von bio-äquivalenter Stimulation fördert die Produktion von ATP, die Proteinsynthese, die Sauerstoffanreicherung, den Ionenaustausch, die Aufnahme von Nährstoffen, den Abbau von Schadstoffen und neutralisiert die schwingende Polarität mangelhafter Zellen.
- Auch bei Stimulation des Bindegewebes von Bändern und Sehnen wäre vorstellbar, dass der Kollageneinstrom in die Bindegewebszellen verbessert wird und damit auch gestörte Zellstoffwechselfunktionen der Fibroblasten des Bandapparates der Gelenke normalisiert werden können, damit Reizerscheinungen und resultierende Schmerzen verschwinden. Die bei Hauterkrankungen wie Akne und Psoriasis sich andeutenden Behandlungserfolge sind möglicherweise auf die nach Applikation von bio-äquivalenter Stimulation berichteten Zunahmen der Anzahl der T-Lymphozyten und der damit verbundenen Aktivierung der Immunabwehr zurück zu führen.
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